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Sex im Darkroom
oder:
Was Eltern nicht für möglich halten

Darkrooms - dunkle Räume für hemmungslosen Sex im Kellergewölbe ansonstenganz "anständiger" Bars und Diskotheken - es gibt sie in jeder halbwegs größeren Stadt. In Berlin in TOMS`s Bar, der SCHEUNE, im TRIEBWERK, im NEW ACTION oder in der Szenenmegadiskothek CONNECTION BERLIN, im CONSTRUCTION in Mannheim, im STIEFELKNECHT in Köln, im EAGLE in Stuttgart und, und, und ....




Sogar auf der CSD Parade in Berlin (130 Fotos dazu findest Du hier auf erotik.de) gab es einen "fahrenden Darkroom" in Form eines Busses namens "FICKEN 3000", bei dem der hintere verdunkelte Teil als sexuelle Spielwiese diente, komplett ausgestattet mit einem Monitor für Pornovideos zum Anheizen.

Fühl mal, wer da spritzt
Was ist das, ein Darkroom? Es handelt sich dabei um das mehr oder weniger ausgebaute Kellergewölbe unterhalb der normalen Bar oder Diskothekenräume, in welches man meist durch einen schmalen Abgang im hinteren Bereich des Etablissements gelangt. Meistens ist er durch Holzwände (mit faustgrossen Löchern zum "Schniedeldurchstecken" - sog. "Glory Holes") unterteilt in mehrere einzelne Räume.

In manchen kann man nur stehen, in manchen findet sich eine an der Decke an Ketten aufgehängte lederne Liebesschaukel (ein sog. "Sling") und in manchen trifft man auf eine riesige "Rudelbums-Matratze" mit Latexüberzug. Zwar findet man diese Darkrooms überwiegend in der Gay- , Bi- und Fetishszene, doch auch die ganz "normalen" Gaststättenbetriebe in der Szene ziehen so langsam Stück für Stück nach.

In einen Darkroom geht man, um Sex zu machen - mit jemandem, den man kurz zuvor oben an der Bar getroffen hat oder vollkommen anonym, indem man sich im Darkroom einfach an eine Wand stellt, den Lümmel `raushängen lässt und wartet, bis jemand vorbeistreicht, der einem einen wichst oder bläst. Man kann auch selber die Person sein, die an der Wand entlang streicht und sich dann des erstbesten Geschlechts- oder Hinterteilsteils bedient, das einem zwischen den Fingern durchgleitet.

Oftmals ist es gar nicht so leicht erst einmal überhaupt in den Keller
hineinzukommen. Es ist gerammelt voll und meistens stolpert man schon kurz nach dem Eingang im Dunkeln über kopulierende Pärchen oder am Boden hockende Gestalten, die nur daauf warten, dass ein Lümmel in Augenhöhe vorbeikommt, um ihn gierig zu lutschen.

Bei jedem Schritt, den man macht, "schmatzt" es am Boden und es wird einem bewusst, dass man hier durch zentimeterdicke Sperma- und Urinfluten watet, denn nicht jeder, der "es" gerade gehabt hat, geht zum Abpinkeln erst lange nach oben zur Toilette - und im Dunkeln sieht es ja niemand, wenn man sich zur Wand dreht und einfach abstrullert. Manchmal ist es gar nicht nötig, sich zur Wand zu drehen, sondern man geht einfach in einen der hinteren Räume des dunklen Kellers, wo sich hie und da eine antiquierte Badewanne befindet, in der sich ein nacktes oder angezogenes Etwas stöhnend im Poppersrausch in den Natursekt- und Spermastrahlen mehrerer ringsum-stehender Kerle windet.




Den falschen Lümmel im Mund - Im Dunkeln kann das passieren Im Dunkeln lässt man die Sau raus - im wahrsten Sinne des Wortes.
Animalisches Lustgestöhn, schmatzende ****- und Lutschlaute, Schlaglaute mit der flachen Hand auf entblößte, verschwitzte Hinterbacken im Stoßtakt und markerschütternde Orgasmusschreie dringen von überall her an das Ohr. Die Luft ist zum Schneiden dick und feucht und geschwängert mit dem Schweiss und den Duftstoffen keuchender Körper in enthemmter sexueller Ekstase. Der Sauerstoff ist knapp und bei jedem Schritt greifen einem tastende Hände zwischen die Beine, an den Hintern, den Bauch, den Kopf und das Gesicht.
Das muss man akzeptieren, das ist das Gesetz der Wildnis da unten.

Denn selbst im Dunkeln möchte man ja natürlich meist wenigstens ganz ungefähr wissen, mit wem man es da gerade zu tun hat. Der geschulte Griff auf Bauch (Dickerchen?), Schultern (sportlich?), Haare (Glatze?) Gesicht (Brille? Bart?) sowie zwischen die Beine (geil?) erlaubt es sich selbst im absoluten Dunkel innerhalb weniger Sekunden ein hinreichendes Bild vom potentiellen Sexpartner zu machen.

Trotzdem passieren dabei manchmal Fehlgriffe, die man meist in dem Moment erkennt, in dem dann unvermittelt das Licht angeht. Etwa 15 Minuten vor Kneipenschluss schalten die Betreiber nämlich (nach ein paar Mal Vorflackern) letztlich endgültig das grelle Licht im Darkroom ein. Schon Manchem ist es da passiert, dass er am Lutschen war und beim Hochschauen dann auf einmal merkte, dass er im Gedränge im Dunkeln vorher nicht den Typen erwischt hatte, dem er von der Bar aus den Keller nachgestiefelt ist, sondern jemand ganz anderen, der eine Jacke anhatte, die sich genauso anfühlte wie die des ursprünglichen Objektes der Begierde.

Ein Licht am Ende des Darkrooms
Da mir dies in letzter Zeit zunehmend häufiger passiert ist, habe ich zu folgender Technik gegriffen:

Es gibt in Scherzartikel-Läden Stifte mit einer gelartigen fluoreszierenden "Tinte" zu kaufen, die nach Lichtexposition im Dunkeln noch etwa 10 Minuten schwach nachleuchtet. Dieses Gel eignet sich hervorragend, um beim Abgang in den Keller, bei der Person vor einem, der man nachläuft, durch einen "zufälligen" Klaps z.B. auf der Schulter plaziert zu werden. Im Dunkeln muss man dann nur nach dem sich bewegenden, schwach grünlich schimmernden Lichtfleck suchen und kann sich dann sicher sein, dass der Lümmel unterhalb des grünen Lichtes auch der ist, den man wollte. Das fluoreszierende Gel selbst ist wasserlöslich und absolut unschädlich.

Ein Geheimtipp - aber äußerst bewährt!

Gefahr und Lust liegen oftmals nah beieinander
("Sometimes where danger lies, the sweetest of pleasures are found" (Yentl))

Aufpassen muss man schon ein wenig, in dieser dunklen Welt des anonymen Sex und der animalischen hemmungslosen Triebhaftigkeit. Aus gesundheitlichen Gründen sowieso, aber das sollte inzwischen wohl jedem klar sein, denke ich.

Nein, ich meine, dass einem spätestens, wenn man im Dunkeln auf das erste Portemonnaie oder Handy am Boden tritt, plötzlich bewusst wird, was einem so alles aus den Taschen fallen kann, wenn man im Stehen für wilden Sex die Hosen fallen lässt. Und nicht jeder Griff ans Hinterteil dient rein sexuellen Zwecken. Diese Dunkelwelt ist natürlich ein Eldorado für Taschendiebe und Trickbetrüger.

Diese treten oft in Zweiergruppen auf. Während der Eine einen im Stehen in wilde sexuelle Action verwickelt durchwühlt der Andere die Taschen der runtergelassenen Hose. Es empfiehlt sich auf jeden Fall alles, was man nicht loswerden möchte, vor dem Kellerbesuch oben an der Theke abzugeben Dann kann man das Treiben auch richtig unbesorgt geniessen.

Eines muss einem natürlich auch klar sein. Vor allem die hinteren, dunkelsten Ecken des Darkrooms stellen eine Chance dar Sex zu haben, für Leute, die, aus welchen Gründen auch immer, bei Tageslicht niemand auch nur mit der Beisszange anfassen würde. Und jemand, der sich im absoluten Dunkel zu den riskantesten Sexpraktiken hinreissen lässt, ohne wenigstens ungefähr zu wissen, mit wem er es da überhaupt zu tun hat, das ist wohl auch eher jemand, der insgesamt kaum noch etwas zu verlieren hat. Ob er mit einer solchen Person Sex haben möchte, muss jeder für sich alleine entscheiden. Aber zum Glück ist der Begriff "Safer Sex" mittlerweile auch bis in die Darkroomwelt vorgedrungen, wie man, wenn morgens das Licht angeht, an dem Meer von gefüllten Kondomen in den Sperma- Urin und sonstigen Pfützen am Darkroomboden befriedigt feststellen kann.

Euer Sunny

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